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Presseausweis

Presseausweise machen regelm├Ą├čig von sich Reden ÔÇô im Positiven wie im Negativen. Grund ist, dass es neben dem offiziellen Presseausweis einige Trittbrettfahrer gibt, die schnelles Geld mit den Ausweisen machen m├Âchten.

Der offizielle Presseausweis wird gemeinsam vom Deutschen Journalistenverband, von der Gewerkschaft verdi und von den Verb├Ąnden der Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern herausgegeben. Nur hauptberuflich t├Ątige Journalisten erhalten ihn, also alle, die mit journalistischer Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen.*

Daneben gibt es Ausweise anderer Anbieter, die diesem Ausweis sehr ├Ąhnlich sehen. Diese sind mit Vorsicht zu genie├čen, besonders wenn mit ihrer Beantragung hohe Kosten verbunden sind.

Sogenannte Jugendpresseausweise werden von den Jugendpresseverb├Ąnden* herausgegeben. Sie unterschieden sich zumeist absichtlich vom offiziellen Ausweis und heben den Begriff ÔÇ×JugendÔÇť hervor. Diese Ausweise werden von vielen Stellen ebenfalls akzeptiert.

Wie jeder Ausweise leben auch die Presseausweise davon, dass dem Aussteller Vertrauen entgegen gebracht wird. Pressestellen m├╝ssen darauf vertrauen, dass der Inhaber eines Presseausweises auch wirklich journalistisch arbeitet. Deshalb ist es reiner Selbstschutz, wenn der offizielle Ausweis nur f├╝r hauptberufliche Journalisten verf├╝gbar ist.

Andererseits bedeutet dass auch, dass jede andere Legitimation ebenso hilfreich ist, wenn dem Aussteller Vertrauen entgegen gebracht wird. Jugendpresseverb├Ąnde versuchen, hier f├╝r Sch├╝lerzeitungsmacher einzutreten. Aber auch ein Schreiben des Schulleiters, auf offiziellem Briefpapier und mit Stempel, kann diese Aufgabe ├╝bernehmen. Wichtig ist, dass deutlich bleibt, wer der Aussteller ist und dass die Pressestelle schnell einsch├Ątzen kann, ob sie dieser Stelle vertraut.

Ein grunds├Ątzliches Rechte auf eine Leistung wie freien Eintritt oder ein Rezensionsexemplar ist mit keinem Ausweis verbunden. Nicht-stattliche Anbieter k├Ânnen einem Journalisten vom Fernsehen jederzeit den Zutritt verwehren und ihm einem Sch├╝lerzeitungsmacher zugestehen, der nur eine Kopie seiner Zeitung vorlegt.

Ein Presseausweis ist daher immer nur eine Hilfe, sich als Medienmacher auszuweisen ÔÇô ist aber kaum m├Ąchtiger als eine freundliche Erkl├Ąrung oder eine mitgeschickte Zeitungsausgabe.

* siehe im Internet unter www.presseausweis.org
* siehe auch Kapitel ÔÇ×Hilfe von au├čenÔÇť


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