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Handwerkszeug

WĂ€hrend sich auch die Arbeitsmittel der SchĂŒlerzeitung immer weiter von Kleber und Schreibmaschine zu Computer und Internet entwickeln, scheinen auch Notizblock und Bleistift langsam zu Fremdkörpern zu werden. Dabei leisten sie gerade bei der Recherche wertvolle Dienste, die kein Kassettenrekorder und kein MP3-Player ersetzen kann.

Gerade in einem Interview erfordert das Mitschreiben vom Journalisten ein sofortiges Sortieren der Informationen. Das will gelernt sein, ist aber ungemein hilfreich. Kleine Symbole, Unterstreichungen, Frage- und Ausrufzeichen helfen, Interessantes oder Unklares schon wĂ€hrend des GesprĂ€chs zu kennzeichnen. NĂ€hert sich das Interview dann seinem Ende, kann sekundenschnell noch einmal geblĂ€ttert werden und Nachfragen können noch gestellt werden. Zudem lassen sich schriftlich auch weitere EindrĂŒcke wie GerĂŒche, Farben und die sonstige Umgebung festhalten.

Das AufnahmegerĂ€t kann das nicht leisten. Seine StĂ€rken liegen in der wörtlichen Aufnahme des GesprĂ€chs. Diese gelingt zwar sehr genau und kann auch spĂ€ter helfen, wenn Formulierungen nicht genau genug aufgeschrieben wurden. Wird aber ein GesprĂ€ch nur aufgezeichnet, wird anschließend noch einmal der gleiche Aufwand nötig, um das GesprĂ€ch abzuhören und aufzuschreiben. Die Chance fĂŒr eine schnelle Nachfrage ist dann vertan.

VerlĂ€sst sich der Journalist ausschließlich auf sein AufnahmegerĂ€t, lĂ€uft er zudem Gefahr, dass sich sein GesprĂ€chspartner gegen die Aufnahme ausspricht. Das ist dessen gutes Recht. Fehlt dann die Erfahrung, schnell eigene Notizen zu machen, ist der Termin schon fast verlorene Zeit.

Eine versteckte Kamera oder ein verstecktes Mikrofon gehört bei der Recherche nicht zum guten Ton. Ihr Einsatz lohnt sich nur in wenigen, sehr speziellen FÀllen.



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