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Artikel-Layout

Steht das Grundlayout, gilt es, die einzelnen Artikel zu gestalten. Auch hier kommen Elemente zum Einsatz, die sich regelmäßig wiederholen. Überschriften, Zwischenzeilen, Bildunterzeilen*, Fotos, Diagramme, Zeichnungen*, Spalten und Leadtexte* sind dabei wohl die am häufigsten genutzten Teile eines Artikels.

Gerade bei einem Artikel kommen sehr viele Komponenten zusammen, die noch im folgenden oder an anderen Stellen erklärt werden. Selbst die gewählte Darstellungsform (die Art des Artikels) wird die Gestaltung des Textes beeinflussen. Die wörtliche Form des Interviews, dass mit dem Absatz den Sprecher nennt, ist hier sicherlich das bekannteste Beispiel.

An dieser Stellen sollen deshalb zunächst nur zwei Elemente des Artikellayouts hervorgehoben werden: Die Spalten und der Leadtext.

Spalten erst an dieser Stelle zu erwähnen, wird sicher teils auf Verwunderung stoßen. Sie gehören eigentlich zum Grundlayout einer Zeitschrift und werden klassischer Weise in der ganzen Publikation durchgängig eingeplant. Schülerzeitungen durchbrechen diese grundsätzliche Zuweisung aber in den meisten Fällen, um einzelne Seiten individueller zu gestalten. Daher seien die Spalten hier dem Artikel-Layout zugeordnet.

Böse Zungen behaupten, die Breite der Spalte sage etwas über die Qualität der Zeitung aus. Je breiter die Textspalte sei, umso hochwertiger sei der Inhalt. Einer sauberen Prüfung hält diese Behauptung sicherlich nicht stand. Dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede, legt man beispielsweise Frankfurter Allgemeine und Bild-Zeitung nebeneinander.

Eine wichtige Aufgabe der Spalten ist es, dem Nutzer das Lesen der Texte zu erleichtern. Die Spaltenbreite bewegt sich daher immer zwischen zwei Extremen. Ist die Spalte zu breit, findet das Auge schlecht den Anfang der nächsten Zeile. Der Leser verrutscht beim Lesen, hat Probleme den Inhalt zu verstehen und verliert schneller das Interesse.

Wird die Spalte dagegen zu schmal, müssen mehr Wörter getrennt werden, lange Worte sogar mehrfach. Diese Trennungen stören ebenfalls das Schriftbild und lassen den Text unruhiger wirken. Der Leser verliert auch hier schneller das Interesse.

Welche Werte für die Spalten das Ideal darstellen, lässt sich nicht pauschal sagen. Schrift-, Rand- und Seitengröße spielen hier eine wichtige Rolle. Ein leicht erhöhter Zeilenabstand wirkt sich dabei positiv auf die Lesbarkeit aus und ermöglicht breitere Spalten*.

Bei einer Schülerzeitung im Format DIN A4 empfehlen sich zumeist zwei bis drei Spalten, bei einer Zeitung im Format DIN A5 nur eine oder zwei Spalten.

Der Lead-Text ist ein klassisches Element der Tageszeitungen, dass aber auch gerne von Zeitschriften übernommen wird. Der Begriff leitet sich vom englischen „lead“ (leiten) ab und bezeichnet den ersten Absatz eines längeren Textes. Der beinhaltet eine kurze Zusammenfassung des Artikels und entspricht damit auch den Kriterien vieler journalistischer Darstellungsformen.*

Optisch behebt sich der Leadtext im Artikel vom sonstigen Schriftbild ab. Der Text kann fett gesetzt sein oder der Schriftgrad (die Schriftgröße) etwas erhöht sein. Sein Abstand zum folgenden Text kann etwas größer sein, er kann etwas versetzt auf der Seite stehen oder er durchbricht die Spaltigkeit, steht als beispielsweise einspaltig über einem zweispaltigen Text.

Durch diese Hervorhebung wirkt der Teaser als Blickfang für das Auge des Lesers und kann deshalb nicht nur als Textteil, sondern auch als Layoutelement wie ein Bild oder Kasten verstanden werden. Für seinen Einsatz gelten daher auch die folgenden Tipps für die Platzierung von Elementen auf der Zeitungsseite.

* siehe Kapitel „Überschriften“
* siehe Kapitel „Bilder“
* Einführungssätze, die am Beginn des Artikels optisch hervorgehoben sind
* siehe Kapitel „Tipps für die Arbeit am PC“
* siehe Kapitel „Darstellungsformen“


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