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Zahlen, Punkte und Leerzeichen

Gerade beim Schreiben am Computer kommen typografischen Feinheiten besondere Bedeutung zu. Doppelte Leerzeichen lassen eine Textzeile schnell unsauber erscheinen und Leerzeichen vor Satzzeichen oder Bindestrichen können den Leser verwirren.

Grundsätzlich stehen zwischen Worten immer nur einzelne Leerzeichen. Wenn feste Abstände benötigt werden, sind Tabulatoren oder Tabellen die zuverlässigere Wahl, um den Text anzuordnen. So wie sich Tabellenzellen ausrichten lassen, können auch recht- oder linksbündige sowie zentrierte Tabulatoren eingestellt werden. Listen von Dezimalwerten lassen sich mit Tabulatoren auch so anordnen, dass die Kommata der Zahlen untereinander stehen, egal wie viele Stellen vor oder nach dem Komma stehen.

Text ausrichten mit Tabulatoren



Vor Satzzeichen werden nie Leerzeichen eingefügt. Diese könnten dazu führen, dass eine Zeile so umgebrochen wird, dass ein Fragezeichen am Anfang einer Zeile steht. Dann wäre es für den Leser schwer verständlich, dass der gerade gelesene Satz eine Frage sein soll.

Beispiel für falsch gesetzte Leerzeichen



Gleiches gilt für Klammern und Anführungszeichen. Nach einer öffnenden Kammer oder einem Anführungszeichen wird kein Leerzeichen gesetzt, ebenso wird vor der schließenden Klammer oder dem Abführungszeichen kein Leerzeichen eingefügt. So wird sichergestellt, dass diese Zeichen immer direkt mit dem Zitat oder dem Inhalt der Klammer verbunden bleiben.

Viele Programme machen sich dieses Prinzip zu eigen, um automatisch typografische Anführungszeichen zu setzen. So stehen typografische An- und Abführungszeichen zu Beginn eines Zitats unten und am Ende des Zitats oben.

Auch Bindestriche und Gedankenstriche werden so unterschieden. Der Bindestrich sitzt immer direkt am Buchstaben. Im Gegensatz zum Bindestrich ist der Gedankenstrich etwas länger. Er ist auf beiden Seiten von Leerzeichen umgeben und soll eine Pause beim Lesen andeuten.

Beispiel



Zahlen werden innerhalb von Texten bis einschließlich zwölf ausgeschrieben. Erst ab der Zahl 13 werden sie mit Ziffern dargestellt. So sollen Texten, die nur kleine Zahlen enthalten besser lesbar bleiben. Erst bei höheren Ziffern kann das Auge diese Angaben schneller erfassen, wenn sie mit Ziffern ausgedrückt werden.

Beispiel:

Dies ist ein langer Text, der sich auf über 100 Seiten mit dem Thema Schülerzeitung beschäftigt. Er basiert auf den Erfahrungen von mehr als zehn Zeitungen und über 20 Seminaren zum Thema.



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