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Von außen nach innen

Beim Herantasten an ein Thema hat es sich bewährt, dem Konzept „Von außen nach innen“ zu folgen. Dabei gehört die Kontaktaufnahme zu den hauptsächlich Beteiligten eines Thema zu den letzten Aktionen der Recherche. Zuvor wird möglichst gründlich das Umfeld abgeklopft.

Vor einem Interview mit dem neuen Schulleiter wäre es daher Aufgabe der Zeitungsmacher, Schritt für Schritt Informationen zu sammeln. Eine Anfrage beim Vertrauenslehrer kann sich lohnen. Sicherlich hat er schon erste Informationen vom neuen Kollegen zu berichten. Gab es an der letzten Schule des Neuen ebenfalls eine Schülerzeitung, lohnt sich sicher auch der Kontakt zu den Kollegen dort.

Im nächsten Schritt kann dann die Sekretärin befragt werden, was sie schon über den neuen Chef weiß und welche Erfahrungen sie gemacht hat. Stück für Stück kommen so schon interessante Informationen über den Schulleiter zusammen. Diese geben sicherlich reichlich Stoff her, um interessante Fragen für das eigentliche Interview vorzubereiten.

Steht der Schulleiter schließlich Rede und Antwort, werden seine Antworten die Jungjournalisten kaum noch überraschen. Das bringt Zeit, Nachfragen einfließen zu lassen, die wirklich Neues an den Tag bringen. Diese Informationen sind es schließlich, die einen guten Artikel kennzeichnen werden.

Nicht zuletzt lohnt sich dieser Weg, um nicht mit falschen oder halbwahren Aussagen abgespeist zu werden. Wird der Befragte mit den Aussagen anderer konfrontiert, wird er sich mehr Mühe geben, im rechten Licht zu erscheinen und sich nicht in Widersprüche zu verwickeln.

Eine gut vorbereitete Recherche kann so deutlich besseres Material für den Artikel an den Tag fördern – und hinterlässt bei den Befragen zudem einen viel professionelleren Eindruck.



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