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Den Leser führen

Mit dem Grund- und dem Artikellayout sind schon die beiden unterschiedlichen Layoutarten genannt worden. Beide verbindet eine wichtige Aufgabe der Seitengestaltung: Sie soll das Auge des Lesers führen, ihm zeigen, wo wichtige Informationen zu finden sind.

Man könnte davon sprechen, den Leser wie an der Hand zu nehmen und ihn durch die Zeitung zu leiten. Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen und Rubrikenangaben sind hier die auffälligsten Elemente, die diese Funktion ausüben sollen. Vieles geschieht aber viel unterbewusster, wie subjektiver. Das Layout dringt hier in die Welten der Psychologie vor, Bereiche mit denen sich unter anderem Medienwissenschaftler gerne ausführlich befassen.

Als eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Studien sei hier das „magische Dreieck“ genannt. Es bezeichnet den Weg, den das Auge des Lesers beim Überfliegen einer durchschnittlichen Doppelseite einer Zeitschrift nimmt. Dieser Weg ist immer der gleiche: Beim Aufblättern der Seite beginnt das Auge an der rechten oberen Ecke der Seite und folgt der Bewegung der aufklappenden Seite in die linke obere Ecke. Von dort wandert der Blick diagonal über die Doppelseite, um sich unten rechts mit den Fingern des Lesers zu treffen, der nun auf die folgende Seite blättern möchte.



Die Chance des Layouts liegt nun darin, das Auge auf diesem Weg mit ansprechenden Elemente einzufangen und diesen Weg zu unterbrechen, bevor der Leser weiterblättert. Überschriften, Bilder und Kästen sind klassische Elemente, die von Layoutern an den Eckpunkten dieses Dreiecks angebracht werden, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewinnen.





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