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PC oder Schnippeltisch

Der Trend geht zur Arbeit am Computer – nicht erst in den letzten Jahren. Die Vorteile der technisierten Arbeit liegen auf der Hand. Vor allem wirken die Ergebnisse sauberer. Die Linien sind gerade, Kleberänder fallen zum Großteil weg. Und alle Daten sind an einem Ort vereint.

Doch gerade hier liegt für viele Schülerzeitungen auch die große Gefahr: Desktop Publishing (DTP), die Zeitungsgestaltung am Computer, ist Sache von Spezialisten. Egel ob Zeitungsprofi oder PC-erfahrener Schüler – wird die Zeitung am PC gesetzt, liegt die Arbeit zumeist in den Händen einer einzigen Person. Der Teamgeist wird dabei in den Hintergrund gerückt.

Der klassische Schnippeltisch bietet hier vielfältigere Möglichkeiten. Wenn sich die ganze Redaktion an einem großen Tisch versammeln kann, jeder die Papiere hin und her bewegt, hier und dort einen Text oder ein Bild zurechtschneidet, steht Zusammenarbeit an erster Stelle. Hier muss sich das gesamte Team Gedanken über das Ergebnis machen und arbeitet zugleich viel länger am Entstehungsprozess der Zeitung mit.

Sicherlich werden die kommenden Jahre auch für Schülerzeitungen Neuerungen bringen, die sich im Profi-Bereich längst durchgesetzt haben. So kann der Beamer zunehmend auch den Schnippeltisch ersetzen und die Redaktion an der computergestützten Gestaltung teilhaben lassen. Auch eine zunehmende Vernetzung der Schulen wird neue Möglichkeiten bieten. Bisher muss sich aber noch jede Zeitung – abhängig von ihrer Zielsetzung* – selbst entscheiden, ob der PC oder der Schnippeltisch das bessere Gestaltungsinstrument ist.

Eine weitere Empfehlung soll hier nicht gegeben werden. Alle Tipps dieses Kapitels beziehen sich deshalb sowohl auf die elektronische Arbeit wie auf den Umgang mit Schere und Klebstoff.

* siehe Kapitel „Die Schülerzeitung“


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