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Seitenplanung

„Ordnung ist das halbe Leben“, sagt der Volksmund. FĂŒr eine Zeitung lĂ€sst sich diese Weisheit mit "Planung ist das halbe Leben" anwenden. Einen ersten großen Schritt zur geplanten Zeitung stellt das Grundlayout* dar. Ist es abgestimmt, sind viele Fragen der Seitengestaltung kein Diskussionsthema mehr.

Die Planung setzt sich in der Überlegung fort, welche Inhalte in jeder Ausgabe enthalten sind. Sicherlich wird die erste Seite immer fĂŒr das Titelblatt reserviert sein, die zweite Seite vielleicht fĂŒr das Inhaltsverzeichnis und das Impressum. Auf der dritten Seite folgt oft das Vorwort der Redaktion und auf den folgenden Doppelseiten* findet sich dann der Aufmacher – das wichtigste und umfassendste Thema der Zeitung.

Auch von hinten lassen sich Inhalte oft im Vorfeld festlegen. Auf der letzten Seite könnte beispielsweise immer eine Werbung erscheinen. Oder die SchĂŒlerzeitung lĂ€sst sich auch von hinten lesen: Sonderseiten fĂŒr die jĂŒngeren SchĂŒler finden sich hier gerne in einer Extra-Zeitung, die scheinbar auf dem Kopf steht.

Damit diesen Ideen nicht verloren gehen und kein Text vergessen wird, lohnt sich das Anlegen eines so genannten „Scribbles“. Diese „gekritzelte Zeitung“ ist eine Miniatur des spĂ€teren Originals und besteht zunĂ€chst nur aus leeren Seiten. Auf diesen wird Schritt fĂŒr Schritt vermerkt, welche Inhalte geplant sind, wo und wie sie erscheinen sollen, ob Bilder vorhanden sind und wie weit die Texte schon gereift sind.

Gerade fĂŒr SchĂŒlerzeitungen bietet sich dieses Verfahren an. Lange AbstĂ€nde zwischen den Ausgaben fĂŒhren leicht dazu, einen alten Artikel in einer Schublade zu vergessen oder ein kommendes Ereignis nicht rechtzeitig anzukĂŒndigen. Im Scribble haben diese Informationen gleich ihren festen Platz – und wenn sich etwas Ă€ndert, darf einfach weiter gekritzelt werden.

Einen weiteren Vorteil bringt das Scribble fĂŒr die Jungjournalisten mit sich: Die Zeitung bleibt immer prĂ€sent. Das Scribble muss ja nicht in der Aktentasche verschwinden. Im eigenen SchĂŒlerzeitungsraum kann es eine ganze Wand fĂŒllen – gerne auch in OriginalgrĂ¶ĂŸe. Ganze Seiten können so anschaulich geplant, verschoben und zugeordnet werden. Alle Redakteure können leicht sehen, welche Inhalte sie zugesagt haben und wie weit die anderen schon sind.

Farbige Notizen oder sogar farbige BlĂ€tter schaffen noch mehr Orientierung. Seite fĂŒr Seite kann sich so eine Idee aus roten BlĂ€ttern zu einer fast fertigen SchĂŒlerzeitung entwickeln, die durch grĂŒne BlĂ€tter dargestellt wird. Zur Motivation der Gruppe wird es beitragen, wenn die geleistete Arbeit so immer sichtbar bleibt.

* siehe Kapitel „Gestaltung/Layout“
* siehe Kapitel „Gestaltung/Layout“


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